Kultur.Forscher!

www.kultur-forscher.de

Im Jahr 2017 startete das erste Eigenprogramm der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur in die vierte Phase. Als Kultur.Forscher! setzen sich Kinder und Jugendliche auf unterschiedlichsten Wegen mit kulturellen Phänomenen ihrer Lebenswelt auseinander. Unterstützung bekommen sie dabei von Wissenschaftlern, Künstlern und Praktikern. Auf ihrer Entdeckungsreise betrachten und erschließen die Kultur.Forscher! Alltägliches mit fremdem Blick – sie fragen zum Beispiel danach, wie man einen Raum darstellt, den man nur hören kann, sie beschäftigen sich kritisch mit den Kunstwerken der Performance-Künstlerin Yoko Ono oder sie produzieren aus ihren eigenen Geschichten Stop-Motion-Filme. Am Ende der Projekte stehen viele neue Fragen.

Kultur.Forscher! ist ein Programm der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, welches bis 2016 mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung als Initiator umgesetzt wurde. Seit 2017 wird das Kultur.Forscher!-Programm in Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg weitergeführt. Das Programm fördert gezielt neue Ansätze selbstentdeckenden Lernens und legt Wert auf langfristige Kooperationen mit außerschulischen Partnern, die über den Programmzeitraum hinaus bestehen bleiben. Kultur.Forscher! vernetzt Schulen länderübergreifend und bundesweit, damit sie von- und miteinander lernen können. Das Programm bietet den Schulen fachliche Beratung, wissenschaftliche sowie künstlerische Impulse.

Nach der ersten Programmphase Kultur.Forscher! von 2009 bis 2011 mit 24 Schulen aller Schulformen der Sekundarstufe I in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Rostock und Stuttgart, wurde eine zweite Phase in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angeschlossen. Diese Bundesländer arbeiten seit der dritten Phase ab 2014 an der Verstetigung des Programms in ihren Curricula und stehen als Modellschulen zur Verfügung. Zusätzlich wurde das Programm zeitgleich in den Ländern Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eingeführt. Diese Schulen arbeiten inklusiv und gehen positiv mit der Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler um. Sie untersuchen, welchen Beitrag Ästhetische Forschung zum Lernen an einer inklusiven Schule leisten kann.

 

Steckbrief Kultur.Forscher!:

  • Zeitraum: seit 2008
  • Region: Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein
  • Anzahl Schulen: 26
  • Fördersumme: über 3 Mio. Euro
  • Kooperationspartner: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) (bis 2016); Philipps-Universität Marburg (seit 2017)

„Bei Kultur.Forscher! entsteht ein Spannungsfeld der Methoden, das die Schüler inspiriert – und in dem auch wir Überraschungen erleben.”

Kulturpartnerin der Geschwister-Scholl-Schule Melsungen

Kultur.Forscher! verändert Lernkultur an Schulen

In sieben Bundesländern leistet das Programm Kultur.Forscher! seither einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines zeitgemäßen Unterrichts, der die Schüler in den Mittelpunkt der pädagogischen Bemühungen rückt und dabei auch hilft, kulturelle Bildung im schulischen Curriculum zu verankern. So erproben alle 26 Schulen und ihre Kultureinrichtungen die Methode der ästhetischen Forschung fächerübergreifend im Unterricht und vertiefen die schulübergreifende Zusammenarbeit sowie die Kooperation mit Kultureinrichtungen in regionalen Netzwerken. An dem innovativen Programm beteiligten sich bislang, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, mehr als 6.200 Schülerinnen und Schüler, über 600 engagierte Lehrkräfte und 50 institutionelle sowie 50 freie Kooperationspartner aus dem kulturellen Bereich.

Bereits im März 2010 wurde Kultur.Forscher! mit dem Innovationspreis „Ort im Land der Ideen 2010“ ausgezeichnet, der im bundesweit ausgetragenen Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ verliehen wird. Mit dem Deutschen Kulturförderpreis wurden die Kultur.Forscher! Ende 2013 vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI als besonders innovatives und facettenreiches Programm ausgezeichnet.

Neu bei den Kultur.Forschern!

Die PwC-Stiftung unterstützt seit 2017 mit insgesamt rund 300.000 Euro das Projekt „Ästhetische Forschung als Teil nachhaltiger Schulentwicklung“ und damit das Anliegen des Weiterbildungsmasters „Kulturelle Bildung in Schulen“ der Philipps-Universität Marburg ein Referenznetzwerk für Kulturelle Bildung einzurichten.

Hierbei geht es um die 26 Schulen und ihre jeweiligen kulturellen Partnerinstitutionen, die im Kultur.Forscher!-Programm als Netzwerk zusammenarbeiten. Dieses Netzwerk wurde 2008 von der PwC-Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ins Leben gerufen. Durch das neu entstehende Referenznetzwerk erhalten die Studierenden großes Praxis- und Erfahrungsfeld, in dem praxisnahe Erkundungen sowie wissenschaftliche Untersuchungen möglich sind. Andererseits werden die 26 Schulen und ihre kulturellen Partnerinstitutionen durch das Knowhow des Studiengangs in ihrer Arbeit unterstützt. Durch bundeslandbezogene regionale sowie überregionale Treffen mit den Akteuren fördert das Projekt den methodischen Ansatz der Ästhetischen Forschung für alle Fächer wie auch die nachhaltige Verankerung der Netzwerkaktivitäten im Kontext von System Leadership, bei dem die regionalen Netzwerkpartner gemeinsam Verantwortung für die gelingende Arbeit tragen.

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