Kultur.Forscher!

www.kultur-forscher.de

Im September 2014 startete das erste Eigenprogramm der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur in die dritte Phase. Als Kultur.Forscher! setzen sich Kinder und Jugendliche auf unterschiedlichsten Wegen mit kulturellen Phänomenen ihrer Lebenswelt auseinander. Unterstützung bekommen sie dabei von Wissenschaftlern, Künstlern und Praktikern. Auf ihrer Entdeckungsreise betrachten und erschließen die Kulturforscher Alltägliches mit fremdem Blick – sie fragen zum Beispiel danach, wie man einen Raum darstellt, den man nur hören kann, sie beschäftigen sich kritisch mit den Kunstwerken der Performance-Künstlerin Yoko Ono oder sie produzieren aus ihren eigenen Geschichten Stop-Motion-Filme. Am Ende der Projekte stehen viele neue Fragen.

Das gemeinsame Programm der PwC-Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung fördert gezielt neue Ansätze selbstentdeckenden Lernens und legt Wert auf langfristige Kooperationen mit außerschulischen Partnern, die über den Programmzeitraum hinaus bestehen bleiben. Bei der Umsetzung ihrer Projektideen werden die Teams unter anderem mit Prozessbegleitung, Fortbildungen und einem regionalen und bundesweiten Netzwerk unterstützt. Um den Transfer auf Länderebene in der dritten Phase voranzutreiben bindet das Programm die Serviceagenturen 'Ganztägig Lernen' der DKJS in die Netzwerkarbeit mit ein. Zusätzlich werden Hospitationen durch die teilnehmenden Schulen angeregt.

Nach der ersten Programmphase Kultur.Forscher! von 2009 bis 2011 mit 24 Schulen aller Schulformen der Sekundarstufe I in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Rostock und Stuttgart, wurde eine zweite Phase in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angeschlossen. Diese Bundesländer arbeiten in der dritten Phase ab 2014 an der Verstetigung des Programms in ihren Curricula und stehen als Modellschulen zur Verfügung. Zusätzlich wird das Programm zeitgleich in den Ländern Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eingeführt. Diese Schulen arbeiten inklusiv und gehen positiv mit der Vielfalt ihrer Schülerinnen und Schüler um. Sie werden in den kommenden Jahren untersuchen, welchen Beitrag Ästhetische Forschung zum Lernen an einer inklusiven Schulen leisten kann.

Steckbrief Kultur.Forscher!:

  • Zeitraum: seit 2008
  • Region: Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein
  • Anzahl Schulen: 27
  • Fördersumme: knapp 3 Mio. Euro
  • Kooperationspartner: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)

"Bei Kultur.Forscher! entsteht ein Spannungsfeld der Methoden, das die Schüler inspiriert – und in dem auch wir Überraschungen erleben."

Kulturpartnerin der Geschwister-Scholl-Schule Melsungen

Kultur.Forscher! verändert Lernkultur an Schulen

In sieben Bundesländern wird das Programm Kultur.Forscher! in den nächsten zwei Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines zeitgemäßen Unterrichts leisten, der die Schüler in den Mittelpunkt der pädagogischen Bemühungen rückt und dabei auch hilft, kulturelle Bildung im schulischen Curriculum zu verankern. So sollen zukünftig alle 27 Schulen und ihre Kultureinrichtungen die Methode der ästhetischen Forschung fächerübergreifend im Unterricht erproben und die schulübergreifende Zusammenarbeit sowie die Kooperation mit Kultureinrichtungen in regionalen Netzwerken vertiefen. An dem innovativen Programm beteiligten sich bislang, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, mehr als 6.200 Schülerinnen und Schüler, über 600 engagierte Lehrkräfte und 50 institutionelle sowie 50 freie Kooperationspartner aus dem kulturellen Bereich.

Bereits im März 2010 wurde Kultur.Forscher! mit dem Innovationspreis „Ort im Land der Ideen 2010“ ausgezeichnet, der im bundesweit ausgetragenen Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ verliehen wird. Mit dem Deutschen Kulturförderpreis wurden die Kultur.Forscher! Ende 2013 vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI als besonders innovatives und facettenreiches Programm ausgezeichnet.

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