Klang.Forscher!/KLANGRADAR

Klang.Forscher!

www.klang-forscher.de

Die PwC-Stiftung hat das Eigenprogramm Klang.Forscher! 2015 gemeinsam mit der Stiftung Zuhören und CHUNDERKSEN aufgesetzt. Im Schuljahr 2018/19 wird schon zum dritten Mal der Deutsche Klang.Forscher!-Preis ausgeschrieben. In diesem Jahr zu dem Thema „Gefällt mir! – Werten und bewertet werden“. Sieben Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen stellen sich mithilfe von Mediencoaches dieser klanglichen Herausforderung. Da heißt es Ohren spitzen und Zuhören.

Gefällt mir! Daumen hoch oder runter – und schon wieder ist ein Urteil gefällt. Das geht schnell, macht Spaß und hilft uns weiter, glauben wir. Aber warum müssen wir immer alles bewerten? Wie bewerten wir eigentlich die Vielzahl an Informationen? Ist dem Urteil anderer Menschen mehr zu trauen als dem eigenen Gefühl? Wie wirkt sich das dauernde Werten und Bewertetwerden auf uns aus? Auf unser Selbstbild, unsere Kreativität und unsere Gefühlswelt? Und wie sind Bewertungen und Informationen manipulierbar?

Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Klang.Forscher! im Schuljahr 2018/19 nach. Sie machen sich Gedanken zu diesem Phänomen, erforschen, mit welchen Klängen sich das Thema darstellen lässt und produzieren aus Geräuschen, Tönen, Interviews und Texten ein Hörstück (Länge max. 5 Minuten). Dabei werden sie von professionellen Mediencoaches nach dem Prinzip des Forschenden Lernens unterstützt. Bei der Projektarbeit schulen die Schülerinnen und Schüler ihre akustische Wahrnehmung, den kreativen Umgang mit Klang und den selbstbestimmten Umgang mit Medien.

 

Steckbrief Klang.Forscher!:

  • Zeitraum: seit dem Schuljahr 2014/15
  • Region: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • Anzahl Schulen: 7
  • Fördersumme seit 2014/15: ca. 415.000 Euro
  • Kooperationspartner: Stiftung Zuhören, CHUNDERKSEN

 

Klang.Forscher! arbeiten selbstständig

Ausgangspunkt für die Recherche und praktische Umsetzung sind immer die Ideen der Jugendlichen selbst. Sie konzipieren und gestalten vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und schaffen mediale Produkte, die auch für andere Jugendliche interessant und ansprechend sind. Bei der Projektarbeit werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer akustischen Wahrnehmung und im selbstbestimmten Umgang mit Medien geschult. Es entstehen Klangcollagen, Sound-Kompositionen, Interviews oder Hörspiele. Eine Jury aus Experten wählt aus allen Beiträgen den Gewinner des Deutschen Klang.Forscher!-Preises sowie die Sieger in sechs weiteren Kategorien aus. Die entstandenen Werke werden bei einer Abschlussveranstaltung in den Räumlichkeiten des Hessischen Rundfunks in Frankfurt präsentiert und ausgezeichnet.

KLANGRADAR

Wie klingen Gegenstände und Materialien aus dem Alltag? Welchen Klang erzeugt eine Gitarre, wenn auf ihr nicht gezupft, sondern getrommelt wird? KLANGRADAR lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, im regulären Musikunterricht neue Klangwelten zu entdecken und sich auf bisher Ungehörtes und (Un-)erhörtes einzulassen. Professionelle Komponisten und Komponistinnen begleiten die Schülerinnen und Schüler dabei über mehrere Monate in ihrem Kompositionsprozess. Gemeinsam experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit Instrumenten und Klangerzeugern jeglicher Art und entwickeln im Klassenverband eigenverantwortlich eine Gemeinschaftskomposition. Sie erforschen neue Klänge und Spielweisen auf gewohnten Instrumenten, kreieren völlig neue Spieltechniken auf selbstgebauten Klangerzeugern oder entdecken ungeahnte Klangqualitäten von Alltagsmaterialien. Sie lernen, bewusster hinzuhören, erfahren ihre Umwelt neu und machen ungewohnte ästhetische Erfahrungen. Auf diese Weise entdecken sie die Welt der zeitgenössischen Musik.

In ihrer klanglich-musikalischen Arbeit setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen aus ihrer Lebenswelt auseinander, zum Beispiel Digitalisierung, Klänge der Zukunft oder Kulturelle Vielfalt. In diesem Jahr (2019) lautet das Thema von KLANGRADAR: „Glück: Eine Klangspurensuche.“ Am Ende der Projektphase entsteht eine Gemeinschaftskomposition, die abschließend von den Schülerinnen und Schülern, szenisch und dramaturgisch gestaltet, auf einer großen Bühne zur Uraufführung gebracht wird.

KLANGRADAR ist ein Programm mit dem Lehr- und Lernansatz des voraussetzungslosen Lernens. Mit der Methode der experimentellen Klanggestaltung können alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von musikalischer Vorbildung, sozialer und kultureller Herkunft, Behinderung oder Nicht-Behinderung gleichberechtigt an künstlerisch-kreativen Prozessen teilhaben und teilgeben. Das Miteinander steht dabei im Mittelpunkt. Auf der Suche nach neuen Klängen und Geräuschen tauschen sich die Schülerinnen und Schüler über ihre künstlerischen Ideen aus und entwickeln eine gemeinsame musikalische Sprache, fernab vorgefertigter Muster. Im musikalischen Tun bewegen sie sich frei und treffen eigenverantwortlich künstlerisch-ästhetische Entscheidungen innerhalb der Gruppe.

Steckbrief KLANGRADAR:

  • Zeitraum: Start im Schuljahr 2018/2019
  • Region: Berlin, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen
  • Anzahl Schulen: 6
  • Fördersumme: ca. 44.270,00 Euro
  • Kooperationspartner: netzwerk junge ohren e.V.

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