04.11.2020

Der Deutsche Lesepreis 2020 – Tanja Kasischke und „Albert“ erhalten den Deutschen Lesepreis 2020

Überzeugt von der Bedeutung des Lesens für die frühkindliche Bildung, engagiert sich Tanja Kasischke mit dem Lesesack „Albert“ an Brandenburger Grundschulen. Für ihr Projekt „AusLESE – Grundschüler sprechen über gute Bücher“ hat sie am 4. November 2020 den mit 2.000 Euro dotierten Deutschen Lesepreis in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“ erhalten. „Konsequent partizipativ“ sei das Projekt der Berlinerin, so Stiftungsvorstand Lutz Roschker, und das habe die Jury überzeugt.

Als Mutter eines achtjährigen Sohnes weiß Tanja Kasischke, wie wichtig Lesen für das Textverständnis und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit von Kindern ist. In ihrem Projekt werden Grundschüler zu Literaturkritikern. Seit vier Jahren liest die promovierte Journalistin und Autorin an Grundschulen Auszüge aus aktuellen Kinderbüchern und diskutiert mit den Kindern, ob die Figuren glaubhaft konstruiert sind, ob der Buchumschlag zum Inhalt passt und andere Fragen. Anschließend schenkt sie das jeweilige Buch der Schulbibliothek, damit die Kinder es selbstständig zu Ende lesen können.

Wegen der Covid-19-Pandemie musste die offizielle Preisverleihung dieses Jahr ausfallen. Statt des Berliner Festaktes wurden die Preise dezentral und in einem neuen, ungewöhnlichen Format vergeben: Verkleidet als Kellner, überraschte Lesebotschafter und Schauspieler Johann von Bülow die Erstplatzierte in einem Berliner Café und übergab ihr den Preis. Tanja Kasischke freute sich auch deshalb sehr über die Auszeichnung, weil die aktuelle Konzentration auf Kernfächer die Durchführung zusätzlicher Bildungsprojekte an Schulen erschwere.

Die weiteren Preisträger in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“ sind:

Platz 2 – Tanja Hofmann:  „Buchhaltestelle Tennenlohe“ (Erlangen). Die Buchhaltestelle zeigt, wie „Literaturversorgung“ auf dem Land funktionieren kann: mit Büchertausch, Bilderrätseln, dem „Erzählophon“ und einem Haltestellenpodcast. Der zweite Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. Nähere Informationen zum zweitplatzierten Projekt erhalten Sie hier.

Platz 3 – Michael Kortländer: „LegaKids & alphaProf“ (München). Mit kostenfreien Spielen, Videos, Tipps und Online-Kursen unterstützt Michael Kortländer Kinder beim Lesenlernen und zeigt Erwachsenen, wie sie ihnen dabei helfen können. Der dritte Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Nähere Informationen zum drittplatzierten Projekt erhalten Sie hier.

Der Deutsche Lesepreis

Der Deutsche Lesepreis ist eine Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung. Mit ihm zeichnen die Initiatoren und ihre Kooperationspartner – darunter die PwC-Stiftung in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“ – seit 2013 innovative Maßnahmen zur Leseförderung aus. Diese Würdigung steht in der Tradition des Leseförderungspreises der Stiftung Lesen, der von 1991 bis 2011 vergeben wurde.

Den Film zur virtuellen Preisverleihung durch Lesebotschafter und Schauspieler Johann von Bülow finden Sie hier.

Die vollständige Laudatio von Stiftungsvorstand Lutz Roschker finden Sie hier.

Respekt und Akzeptanz in Schule und Beruf: PwC-Stiftung erhält Sonderspende zur Förderung von Diversität

Die Weihnachtsspende von PwC Deutschland wird in diesem Jahr an Projekte und Vereine vergeben, die sich besonders für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen.

mehr ...

Bewilligte neue Förderprojekte

Auf seiner Herbstsitzung am 19. November 2020 hat der Stiftungsvorstand aus insgesamt 100 Anfragen und Anträgen elf besonders überzeugende Projekte ausgewählt und bewilligt. Damit unterstützt die PwC-Stiftung in der 36. Förderrunde gemeinnützige Bildungsprojekte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 200.000 Euro.

mehr ...

All Our Futures - eindrucksvoller Abschlussfilm krönt Bildungsprojekt

Nach drei intensiven Jahren wurde „All Our Futures“, das kulturelle Bildungsprojekt des Schauspiels Frankfurt, am 23. Oktober 2020 mit einem eindrucksvollen Film abgeschlossen. „Wie wollen wir leben?“, lautete die zentrale Frage, mit der sich 180 junge Frankfurter im Alter von elf bis 16 Jahren künstlerisch auseinandergesetzt hatten.

mehr ...